Vadstena - eine kreative Geschichte

Sie ist nicht wirklich zu erfassen. In Vadstena herrscht eine ganz besondere, beinahe magische Atmosphäre. Vielleicht ist es die mittelalterliche Bebauung, die Präsenz des Vättern, die wunderschöne Landschaft der Ebene Östergötlands, oder der Stolz der Bewohner über ihre Stadt, die diese Atmosphäre vermittelt - dieselbe Atmosphäre, die das Vermögen hat, Ruhe und Stille zu bringen und zur gleichen Zeit Bewegung und Energie zu erzeugen. Daß dies ein Platz sowohl für Erholung und Rekreation ist, das wissen die Menschen seit Hunderten von Jahren.

Hier gibt es auch engagierte und schöpferische Menschen und Firmen, die - von der Geschichte inspiriert - die Zukunft erschaffen. Und das macht man, indem man den Glauben daran herausfordert, wie alles sein soll. Man verändert die Perspektive und wagt es, neue Wege zu gehen. Denn das Interessante entsteht in der Begegnung zwischen Vergangenheit und Zukunft, Altem und Neuem. Nämlich dann, wenn wir es wagen, ein mittelalterliches Schloss neuer Technik und alte Erzählungen mit neuen, erfindungsreichen Ideen zu kombinieren.

 

Heute haben wir Kunstaustellungen, mutige Unternehmer und eine Oper im Schloss. Morgen erleben wir vielleicht ein historisches Festspiel im Stadtzentrum oder ein "Tal des Ideenreichtums" mit kreativen Erfindern. Wer weiss.

 

Was wir aber wissen ist, daß Vadstena nicht nur Eine, sondern viele Geschichten hat. Und daß wir sie gemeinsam erschaffen.

 

Die Gründung des Klosterviertels

Im Jahre 1348 testamentierten König Magnus Eriksson und Königin Blanka den Hof Vadstena mit seinem Königspalast einer Klosterstiftung in der Absicht, eine königliche Grabeskirche mit zugehörigem Kloster zu gründen. Die Schenkung umfasste einen grösseren Bereich am Vättern mit Einkünften von mehreren Höfen mit dem Königspalast als gemeinsamen Ausgangspunkt.

 

An der Spitze des Projektes stand Birgitta Birgersdotter, die Hofdame und Magistra von Königin Blanka. 1341, auf einer Reise nach Santiago de Compostela, hatte sie ihre erste Offenbarung erhalten, in der Gott ihr den Auftrag erteilte, einen neuen Klosterorden in Vadstena zu gründen. 1370 wurden ihre Klosterregeln vom Papst anerkannt, drei Jahre später verstarb Birgitta in Rom. Durch ein grosses Engagement sowohl des Königsgeschlechtes als auch der Kirche wurde Birgittas Vision Wirklichkeit, und um den alten Königspalast entstand das neue Klosterviertel.

Kloster und Klosterkirche wurden gemäß Birgittas Anweisungen erbaut und 1384 bzw. 1430 eingeweiht. In Vadstena wurde das Mutterkloster des Ordens des allerheiligsten Erlösers oder Erlöser- bzw. Birgittinorden gegründet. Birgitta wurde 1391 heiliggesprochen.

 

Als Folge von Gustav Wasas Reformation 1527 wurden alle Klöster in Schweden geschlossen. Das Kloster Vadstena bestand am längsten und wurde erst 1595 aufgelöst. 

Danach standen die Klostergebäude über 50 Jahre lang leer, bis man begann, sie anderen Verwendungszwecken zuzuführen. Das ehemalige Nonnenkloster wurde im 17. Jahrhundert zu einem Heim für Kriegsinvaliden und deren Familien umgebaut. In den 1840 Jahren wurde eines der Gebäude als allgemeines Krankenhaus benutzt. Erst im Zusammenhang mit den Auszug des Krankenhauses und der Renovierung der Gebäude in den 50er Jahren, entdeckte man, daß es sich um den früheren Köningspalast handelte.

Das Sterngewölbe der Klosterkirche

Schaut man in der Klosterkirche zur Decke hinauf, so sieht man ihre fantastisches Sterngewölbe. Die Kalkmalereien der Decke haben die Form stilisierter Kleeblätter und andere Ornamente in der Form von Gewächsen. Als ein lustiges Detail ist ein kleiner Mann zu erwähnen, der mitten in den Mustern gemalt ist. Schauen Sie, ob Sie ihn finden!

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Eine Video über alles, was ein Tourist in Vadstena erleben kann.

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Erfreuen und entspannen Sie sich diesen Sommer in Vadstena.

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Fühlen Sie sich wohl in Vadstena.

Schloss Vadstena

Eine kurze Präsentation des Renaissance-Schlosses (auf Englisch)