Die Schären von Östergötland Mehr lesen

Das Paradies erwartet Sie

Die Schären von Östergötland bieten in jeder Hinsicht Weltklasse.

Beim Wort „Schären” bekommen die allermeisten von uns einen etwas träumerischen Blick. Für viele Menschen sind die Schären ganz einfach das Sinnbild für den einzigartigen schwedischen Naturreichtum. Das kräftige Blau des glitzernden Meeres, von der Sonne erwärmte Felsen, frisch geräucherter Fisch und magische Tage, die nie enden wollen. Die Schären von St. Anna, Gryt und Arkösund sind absolute Spitzenklasse. Zusammen bilden sie die Schären von Östergötland, einen maritimen Lustgarten mit Tausenden von Inseln und Schären und einer Fauna, für die Hobbyangler und Vollblutprofis aus ganz Europa nach Östergötland pilgern. Ja, diese Hechtangelgewässer gehören weltweit zu den besten.

In den letzten Jahren wurde dieses früher relativ wenig entwickelte Paradies – das ohne eigenes Boot auch schwer zugänglich ist – immer mehr für Besucher geöffnet. Heute können alle mit der Fähre oder der Mietbarkasse hinausfahren und es gibt hier kleine besucherfreundliche Schärenidyllen wie z. B. Harstena und Mon mit Fischräucherei und Bäckerei. Das Angebot an Freizeitaktivitäten wurde sowohl erweitert als auch spezialisiert und umfasst alles von kulinarischen Reisen mit lokalen Zutaten bis zu Robbensafaris und strapaziöse Touren mit dem Meereskajak. Eine Entwicklung, die behutsam und in Harmonie mit der Seele der Schären und dem Ursprünglichen, Echten, Unberührten erfolgt.

Wer sich dafür entscheidet, einige Tage in den Schären von Östergötland zu verbringen, den erwarten Erinnerungen, von denen man das ganze Leben lang zehren kann.

„Im Erlebnistourismus mit Kajakpaddeln, Angeln, Radtouren, Klettern und Wanderungen liegt ein enormes Potenzial. Hier in Östergötland haben wir ein sehr breites und abwechslungsreiches Angebot und davon profitieren alle, die sich auf Aktivurlauber ausgerichtet haben, die sich nur selten damit begnügen, nur eine einzige Sache zu tun, wenn sie hier sind”, sagt Christian Swanson, der das Unternehmen Ostkustenkajak mit Stützpunkt in der Urlaubsanlage Kust-Camp Ekön betreibt.

Die Schären von Östergötland sind bei Kajakenthusiasten ein bekanntes Reiseziel, das nicht zuletzt deswegen geschätzt wird, weil es leicht erreichbar und vielfältig ist. Hier hat man die Möglichkeit, entweder auf der windgeschützten Seite innerhalb des Schärengebiets zu paddeln und die tiefen Meeresbuchten zu erkunden oder Touren durch die äußeren Schären in Richtung offenes Meer zu unternehmen. Außerdem sind die meisten Inseln unbewohnt und es gilt das schwedische Jedermannsrecht.

Die meisten der Besucher, die sich entschließen, ihren Urlaub in den Schären von Östergötland zu verbringen, sind Schweden, aber der Ruf von der Schönheit und Erlebnisvielfalt, die die Schären zu bieten haben, greift schnell um sich und die ausländischen Märkte sind stark im Kommen.

„Aufgrund der geografischen Lage der Schären mit mehreren Flugplätzen in der Nähe können wir im Prinzip unsere Gäste am Freitagabend vom Flugplatz abholen und zum Hotel am Zielort bringen, das Abendessen servieren und nach der Übernachtung geht es auf eine zweitägige Kajaktour, mit einem Koch, der hinauskommt und das Essen zubereitet – die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt. Am Montagmorgen können sie dann wieder an ihrem Arbeitsplatz sein und von ihren Erlebnissen berichten”, so Christian Swanson.

Ein deutlicher Unterschied zwischen schwedischen und ausländischen Gästen ist deren Planung. Wenn man von weither kommt, z. B. aus Deutschland, Holland oder Kanada, bucht man mehrere Monate im Voraus, während Schweden dazu tendieren, erst die Wettervorhersage abzuwarten, bevor sie sich entscheiden.

Einer, der es gewohnt ist, immer die Wettervorhersage zu verfolgen, ist der angesehene Angelführer Kari Danielsson. Er kennt jedes Schilfdickicht und jede seichte Stelle in den Gewässern von Slätbaken und weiß, wo sich die Hechte je nach Wind und Wetter aufhalten. Seit er vor einigen Jahren sein Unternehmen Catchmore gegründet hat, hat er als Angelführer und mit seinen maßgeschneiderten Paketangeboten für Sportangler aus der ganzen Welt alle Hände voll zu tun.

„Meist sind es Europäer – Russen, Franzosen, Holländer, Engländer, Polen, die herkommen, aber ich hatte auch schon Gäste aus den USA, unter anderem eine frühere Profigolferin, die im letzten Sommer hier war”, erzählt Kari. „Die Konkurrenz sind keine anderen Anbieter aus Östergötland, sondern Thailand, Südafrika und Westindien. Das Naturerlebnis, das Sie hier bekommen, gibt es nur an wenigen ausgewählten Plätzen in der Welt”, sagt Kari Danielsson.

Ob die Fische anbeißen? Na klar. Vor einiger Zeit hat ein Gast an einem Tag 37 Hechte herausgeholt! Und anschließend wieder ausgesetzt. Und die Gruppe aus sechs Personen, mit denen er gemeinsam geangelt hat, hatte an dem Tag eine Ausbeute von insgesamt 74 Hechten – dass pro Gruppe etwa 50 Fische anbeißen, ist keine Seltenheit. Davon kann man ausgehen.


Text: Albin Wiberg