Was ist ein stiller Platz?

Mit stillen Plätzen meinen wir besondere Orte entlang des Wanderweges Östgötaleden, an denen kein sogenannter „sozialer Lärm“ zu hören ist: kein Verkehr, keine Züge, kein Hupen und keine anderen Geräusche, die typischerweise in Städten allgegenwärtig sind und die wir als störend empfinden.

Mit Sorgfalt ausgewählt

In der Region Östergötland hat die Bezirksregierung in einer eigenen Untersuchung mithilfe der einheimischen Bewohner einige solcher Plätze identifiziert. Sie liegen allesamt in Naturschutzgebieten. Man ist von der Ortskenntnis der Bevölkerung ausgegangen und hat die Leute nach ihren liebsten Rückzugsorten befragt. Denn wer könnte sich besser auskennen, als Locals, die lange in der Region gelebt haben? Neben dem Geräuschpegel ist auch die landschaftliche Schönheit ein Kriterium: Nur stille Plätze mit Variation wie Aussicht, urigem Wald oder eingebettet in die charakteristische Kulturlandschaft schafften es auf die Liste. Außerdem liegt nahe, dass sich die stillen Plätze fernab von städtischer Bebauung wie Hochhäusern, Straßen und Stromleitungen befinden.

Geräuschpegel gemessen

An den ausgewählten Plätzen maß die Bezirksregierung jeweils viermal den Geräuschpegel für 15 Minuten, an verschiedenen Tagen und Uhrzeiten sowie bei unterschiedlichem Wind und Wetter. So ermittelte man den Grundwert sowie Höchstwerte bei einzelnen Störungen wie etwa Flugzeugen. In Naturgebieten liegt der Normalwert bei 36-40 dBA. Abgelegene Plätze, darunter Etappen des Wanderweges Östgötaleden, haben sogar nur 30 dBA. Zum Vergleich: In einem Büro liegt der Geräuschpegel bei 60 dBA, ein vorbeifahrender LKW lärmt mit 80 dBA und ein Rockkonzert schallt mit ganzen 110 dBA.